Wann ist WordPress tatsächlich die bessere Wahl?

Von Johannes Lenkeit - 10. August 2026

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Ich habe auf dieser Seite mehrfach erklärt, warum ich für die meisten Projekte Astro nutze - etwa in Warum Astro statt WordPress?. Dieser Artikel ist bewusst kein weiterer davon. Hier geht es um die ehrliche Gegenposition: Wann ist WordPress tatsächlich die bessere Wahl?

Zur Einordnung, bevor wir in die Gegenposition einsteigen: Das ist die offizielle Astro-Seite, die ich normalerweise empfehle.

Screenshot der offiziellen Astro-Seite: Startseite mit Logo, Headline "The web framework for content-driven websites" und Get-Started-Button


Online-Shops mit vielen Varianten

Ein Shop mit hunderten Produkten, Größen- und Farbvarianten, Lagerbestand und Rabattaktionen ist ein anderes Projekt als eine statische Unternehmensseite. WooCommerce ist seit Jahren erprobt, mit riesigem Ökosystem für Versand, Zahlung und Lagerverwaltung. Für Astro gibt es Headless-Commerce-Ansätze, aber die brauchen deutlich mehr Individualentwicklung, um an diese Funktionsbreite heranzukommen.

Häufige Self-Service-Redaktion durch Laien

Willst du mehrmals die Woche selbst publizieren, direkt im Browser, ohne dass jemand einen Build anstößt, ist der WordPress-Editor komfortabler. Bei Astro läuft die Pflege über Markdown-Dateien - lernbar, aber ein anderer Workflow als ein WYSIWYG-Editor.

Große Content-Teams

Fünf oder mehr Autoren mit unterschiedlichen Rollen und Freigabe-Workflows? WordPress hat dafür ein ausgereiftes Benutzer- und Rollensystem. Ein vergleichbarer Workflow lässt sich bei Astro über Git nachbauen, setzt aber voraus, dass dein Team damit vertraut ist.

Community-Plugins, die du wirklich brauchst

Manche Plugins lösen ein sehr spezifisches Problem so gut - Mitgliederbereiche, Event-Buchung mit Kalender-Sync, Branchenlösungen - dass eine Neuentwicklung dafür kaum zu rechtfertigen ist.

Bestehendes System, das stabil läuft

Wenn du bereits eine WordPress-Seite hast, die funktioniert und gepflegt wird, ist eine Migration nicht automatisch sinnvoll. Wenn’s nicht brennt, muss man nicht löschen.

Die ehrliche Einordnung

Astro bleibt meine Empfehlung für die meisten Unternehmensseiten. Aber “meistens” ist nicht “immer”. Ein komplexer Shop, ein Team mit täglichem Self-Service-Bedarf oder eine Branchenlösung, die es nur als WordPress-Plugin gibt - in diesen Fällen rate ich aktiv zu WordPress, auch wenn ich selbst lieber Astro baue.


Unsicher, welche Variante zu deinem Projekt passt? Schreib mir - wir schauen uns gemeinsam an, was du wirklich brauchst.

Screenshot der offiziellen deutschen WordPress-Seite mit Logo und der Headline 'Hol dir WordPress'

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